§ORTSRECHT

Elektro­mobilitäts­konzept

Elektromobilitätskonzept /-strategie für die Landeshauptstadt Schwerin

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Mit dem positiven Fördermittelbescheid des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, war es 2019 möglich, den Stadtvertreterbeschluss 00377/2015 zur Erarbeitung eines Elektromobilitätskonzeptes/-strategie für die Landeshauptstadt Schwerin umzusetzen.

Im Juli 2019 führte die Stabsstelle Klimamanagement und Mobilität gemeinsam mit der KSM die Ausschreibung durch. Aus fünf Bewerbern hat sich das Büro ISME (Institut Stadt│Mobilität│Energie GmbH) durchgesetzt.

ISME ist eine Beratungs- und Planungsgesellschaft, die sich 2016 aus einer gleichnamigen Forschungsgruppe am Städtebau-Institut der Universität Stuttgart gegründet hat. Sie beraten gezielt und erarbeiten maßgeschneiderte Konzepte zur Lösung kommunaler und betrieblicher Fragestellungen im Bereich der nachhaltigen Mobilitäts- und Stadtplanung. Die Mitarbeiter des ISME beschäftigen sich seit annähernd 10 Jahren in Forschungs- und Umsetzungskonzepten mit Themen der Elektromobilität und der nachhaltigen Mobilität. Auch im Förderprogramm „Elektromobilität vor Ort“ ist das ISME als Teil des Konsortiums mit der Begleitforschung betraut; es werden derzeit die 128 bewilligten Elektromobilitätskonzepte von anderen Städten evaluiert.

Das Projekt wird gefördert und unterstützt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und dem Projektträger Jülich (www.ptj.de)  

Förderkennzeichen: 03EMK3090, Laufzeit 01.02.2019 bis 30.09.2021

Das Elektromobilitätskonzept /-strategie für Schwerin wird auf 4 Säulen aufgebaut. (siehe unten)

Elektromobilitätskonzept der Landeshauptstadt Schwerin

Die vier Säulen des Elektromobilitätskonzeptes /-strategie

1. Öffentliche AC-Ladeinfrastruktur
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Ziel des zu erstellenden Ladeinfrastrukturkonzeptes soll die Errichtung einer bedarfsgerechten und zukunftsweisenden Ladeinfrastruktur für E-Mobilität im Stadtgebiet der Landeshauptstadt Schwerin sein. Das Gesamtkonzept soll ausgehend von einem Einstiegs- oder Startkonzepts auch die kontinuierliche Anpassung (Skalierbarkeit) an das Nutzerverhalten und die Bedarfe während der nächsten 15 Jahre ermöglichen und sicherstellen. Die hierfür erforderlichen Auslegungsparameter sollen durch Prognosen zukünftiger Rahmenbedingungen (z.B. E-Fahrzeughochlauf, Tourismus- und Durchgangsverkehre, Nutzerverhalten) mit ermittelt werden.

Der Workshop "Erstellung eines Ladeinfrastrukturkonzeptes" fand am 21.11.2019 mit ausgewählten Akteuren aus dem Stadtkonzern statt.

Ladeinfrastrukur Power Point Präsentation

Ladeinfrastruktur Protokoll Workshop

2. Fuhrpark Stadtverwaltung
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Im zweiten Teilkonzept soll die Einführung eines E-Car-Sharing- sowie eines Bike-Sharing-Angebotes betrachtet und analysiert werden. Die Ausgangsbasis bei der Entwicklung dieser Angebote soll der aktuell zur Verfügung stehende Fuhrpark der Stadtverwaltung darstellen. Auf diese Weise soll zum einen als Ziel die schnelle Elektrifizierung dieses Fuhrparks verfolgt werden, zum anderen sollen die frei verfügbaren Fuhrparkfahrzeuge am Nachmittag und an den Wochenenden den Mitarbeitern und/oder den Bürgern zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Damit sollen eine höhere Auslastung und ein effizienter Betrieb der Fahrzeuge erreicht werden.

3. Quartiersbezogene Mobilitätslösungen

Auch das Schaffen von neuen Mobilitätsangeboten in Quartieren kann einen nennenswerten Beitrag zur Förderung der Elektromobilität liefern. Durch die Kombination aus guten intermodalen Mobilitätsangeboten (z.B. E-Car- sowie E-Bike-Sharing, ÖPNV), reduziertem Stellplatzangebot, bedarfsgerechter Ladeinfrastruktur und gezielter Information zu den alternativen Mobilitätsmöglichkeiten kann eine nachhaltige Verhaltensänderung bewirkt werden. In diesem Teilkonzept sollen zwei beispielhafte Wohnquartiere betrachtet werden.

4. Kommunikation
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Das vierte Teilkonzept beinhaltet die Entwicklung von Maßnahmen zur Kommunikation und der Visualisierung der Elektromobilität. (u.a. Logo, Slogan, Corporate Design). Die Begleitung der einzelnen Teilkonzepte in Form von Workshops, ist Bestandteil der Visualisierung.

Der Workshop zur Kommunikation und Entwicklung eines Logos zur Nachhaltigen Mobilität fand am 05.03.2020 statt.

Vorurteile gegenüber Elektroautos - stimmen sie wirklich?

Zu teuer, zu gefährlich, zu leise (!), keine ordentlichen Reichweiten, ja sogar klimaschädlich - die Liste der Vorurteile gegenüber Elektroautos ist lang. Und sie sind auch immer wieder Thema in den Medien. Abschreckende Bilder mit brennenden Elektroautos und die gleichzeitige Verteufelung einer ganzen Branche sind da keine Seltenheit. Aber was ist wirklich dran an den vielen Behauptungen, die uns immer wieder im Alltag begegnen?

Die weiterführenden Links klären auf und gehen vielen Fragen nach, die entscheidend sein werden für die Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland. Um die EU-Klimaziele zu erreichen, spielt der Verkehr eine entscheidende Rolle. Die Elektromobilität ist somit ein wichtiger Faktor im Klimapaket der Bundesregierung.

Stimmen die Behauptungen oder sind es nur Vorurteile?

Pro und Contra: Fakten zur Elektromobilität - ADAC

Zehn Irrtümer über Elektromobilität - Bundesverband Solare Mobilität

Erste öffentliche Ladesäulen in Schwerin in Betrieb genommen

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Am 21. Dezember 2020 haben Oberbürgermeister Rico Badenschier und Vorstandsmitglied der WEMAG Caspar Baumgart gemeinsam die ersten beiden städtischen Ladesäulen in Betrieb genommen. „Elektrisch betriebene Fahrzeuge können nun vor dem Stadthaus und am Hauptbahnhof aufgeladen werden. Weitere 18 Ladesäulen und zehn Wandladestationen in der Tiefgarage des Stadthauses gehen bis Juni 2021 in Betrieb. Spätestens 2030 wollen wir klimaneutral sein. Neben intelligenten Verkehrskonzepten ist die Förderung der Elektromobilität ein wichtiger Baustein. Die Ladestationen leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Ich freue mich sehr, dass wir für die technische Umsetzung mit der WEMAG einen Partner mit großer Expertise an unserer Seite haben“, sagte Verwaltungschef Badenschier.

Errichtung eines Basisladenetzes für die Landeshauptstadt Schwerin

Projektbeschreibung und Ziele

Ziel des zu erstellenden Ladeinfrastrukturkonzeptes soll die Errichtung einer bedarfsgerechten und zukunftsweisenden Ladeinfrastruktur für E-Mobilität im Stadtgebiet der Landeshauptstadt Schwerin sein. Das Gesamtkonzept soll ausgehend von einem Einstiegs- oder Startkonzepts auch die kontinuierliche Anpassung (Skalierbarkeit) an das Nutzerverhalten und die Bedarfe während der nächsten 15 Jahre ermöglichen und sicherstellen. Die hierfür erforderlichen Auslegungsparameter sollen durch Prognosen zukünftiger Rahmenbedingungen (z.B. E-Fahrzeughochlauf, Tourismus- und Durchgangsverkehre, Nutzerverhalten) mit ermittelt werden. Für den Betrieb darf ausschließlich zu 100 Prozent zertifizierter Ökostrom eingesetzt werden. Das Projekt dient der Förderung der Elektromobilität und ist damit Baustein zur CO2-Reduzierung für den Verkehrssektor.

Lage

Neben 10 öffentlich zugänglichen Ladepunkten in der Tiefgarage des zentralen Verwaltungsstandortes der Landeshauptstadt Schwerin (Stadthaus, Am Packhof 2-6 in 19053 Schwerin) werden 20 Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten im öffentlichen Verkehrsraum der Landeshauptstadt Schwerin errichtet. Hierbei wurde von den Gutachtern das gesamte Stadtgebiet untersucht auf POIs (Points of Interest), wie z.B. Parkplätze, Behörden, Unterkünfte, Gastronomie oder touristische Sehenswürdigkeiten.

Weitere geplante Punkte:

Grunthalplatz (bereits in Betrieb)

Platz der Freiheit

Kongreßhalle

Parkplatz Grüne Straße

Berliner Platz

Hamburger Allee/Campus am Turm

Bosselmannstraße/ Parkplatz am Strand

Dreescher Markt

Ellerried

Werderstraße

Alter Garten

Karl-Liebknecht-Platz

Bleicherstraße

Wismarsche Straße (ggü. DRK)

Ratzeburger Straße (Höhe Netto)

Mozartstraße/Demmlerplatz

Amtstraße /Ziegenmarkt

Heliosparkplatz

 

 

Bauzeit

Im Zeitraum von Dezember 2020 bis Juni 2021 soll das Projekt durchgeführt und abgeschlossen werden.

Kosten und Förderung

Für das Gesamtprojekt stehen Nettogesamtbaukosten von bis zu 380.000 € zur Verfügung. Aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE), hier in Gestalt der „Klimaschutz-Förderrichtlinie“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern, werden knapp 150.000 € zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gewährt das Ministerium für Inneres und Europa des Landes Mecklenburg-Vorpommern eine Sonderbedarfszuweisung von ebenfalls ca. 150.000 €. So verbleibt für die Stadt ein Eigenanteil von 100.000 € an den Investitionskosten.

Technische Erläuterungen

Sämtliche Ladepunkte dieses Projektes werden mit Typ 2-Ladebuchsen von je bis zu 22 Kilowatt Ladeleistung ausgestattet. Zusätzlich wird die WEMAG die Betriebsführung für zunächst fünf Jahre übernehmen. Darin enthalten sind unter anderem Stromlieferung mit zertifiziertem Ökostrom, Abrechnung, Fernsteuerung und Wartung. Die Bezahlung an den Ladepunkten ist über eine handelsübliche Ladekarte möglich, kann aber auch per App oder SMS über die Rechnung des Mobilfunkanbieters erfolgen.

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Landeshauptstadt Schwerin - Stabsstelle Klimamanagement und Mobilität

Frau Carola Nitz

Am Packhof 2-6
19053 Schwerin

0385 545 2431

Landeshauptstadt Schwerin

Frau Ulrike  Liebenau

Am Packhof 2-6
19053 Schwerin

0385 545 2430

Elektromobilität als Baustein einer zukunftsfähigen Mobilität

Die Bundesregierung unterstützt den Bereich Elektromobilität mit umfangreichen Förderaktivitäten. Ziel ist es, den Verkehrssektor energieeffizienter, klima- und umweltverträglicher zu gestalten. Gleichzeitig sollen vor allem für den Straßenverkehr neue, regenerative Energiequellen erschlossen und so die Abhängigkeit vom Erdöl verringert werden. Der Koalitionsvertrag für die 19. Legislaturperiode sieht weiter eine Förderung der Elektromobilität vor, um besonders das Thema Luftreinhaltung in Städten zu adressieren.