§ORTSRECHT

Perzina-Haus

© Landeshauptstadt Schwerin

Ein Haus mit Geschichte für die digitale Zukunft

Das Gebäude des heutigen Digitalen Innovationsraums Schwerin wurde 1907 als Firmensitz der Perzina Piano Werke nach Plänen des Architekten Ludwig Clewe errichtet. Die Konstruktion ist ein frühes Beispiel für Stahlbeton Skelettbauten in Schwerin.

Im Erdgeschoss entstand ein fein dekorierter Ausstellungs- und Verkaufsraum für Klaviere und Flügel. In der 1. Etage befindet sich der sogenannte „Perzina-Saal“. Ein Konzertsaal mit einer reichhaltigen  Ausstattung im Empire Stil. Das 5-geschossige Seitengebäude  wurde 1910 für die Klavier-Manufaktur als Werkstätten erbaut. Ein außenliegender Lastenaufzug ermöglichte den Transport der  Klaviere von Etage zu Etage.

In den 30er Jahren bezog die Schweriner Tageszeitung den Gebäudekomplex. Während den darauffolgenden Jahren standen Druckereimaschinen im Seitengebäude. Die schweren Maschinen führten zu starken Belastungen der Decken und Unterzüge, deren Schäden bis heute nachweisbar sind.

Seit der Fassadensanierung  in den 50-er Jahren sind die großzügigen Schaufenster im Erdgeschoss sowie die beiden großen Rosetten-Fenster geschlossen. Mit den Umbauten zum Einzug der Stadtbibliothek wurde 1984 die Spindeltreppe zum 1. OG eingebaut und der Konzertsaal rekonstruiert um als Ausleihe und Leseraum zu fungieren. Seit 2013 steht das Gebäude weitgehend leer.

Mit dem Digitalen Innovationsraum konnte eine Nutzung für das Gebäude gefunden werden, die sowohl nachhaltig ist als auch den öffentlichen Zugang des imposanten Hauses wiederherstellt. In den nächten Jahren ist geplant, dem Perzina Haus seinen früheren Glanz wieder zu geben und eine funktionale Raumgestaltung für innovatives Arbeiten zu integrieren.

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